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Der Start in die Naturfotografie

Landschaft, Tiere und Pflanzen gekonnt in Szene setzen. leicht verständlich - für Anfänger geeignet.

von Thomas Kaiser (Autor:in)
256 Seiten

Zusammenfassung

Der perfekte Einstieg in die Naturfotografie!
Naturfotografie bedeutet leider nicht immer, mit einem perfekten Foto nach Hause zu kommen. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein, wenn das gewünschte Motiv im idealen Licht vor der Kamera erscheint: Welche Ausrüstung benötige ich? Wie muss ich meine Kamera einstellen? Welche Perspektive bietet sich an? Und kann ich mein Foto im Nachhinein noch verbessern? Der erfahrene
Naturfotograf Thomas Kaiser gibt Antworten auf alle Fragen und verrät wertvolle Profitricks. Der perfekte Ratgeber für alle, die faszinierende Fotos von Tieren, Pflanzen und Landschaften
machen möchten.

Verständlich erklärt, mit vielen Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis


VORWORT

Sie haben einen Blick für die Schönheiten der Natur und sind gern bei Wind und Wetter draußen? Sie liebäugeln mit der Anschaffung einer Fotoausrüstung oder haben bereits ein Equipment? Sie wollen mit Naturfotografie beginnen oder sich ins Thema vertiefen? Dann sind Sie hier genau richtig.

Naturfotografie bedeutet nicht, immer mit einem fotografischen Ergebnis nach Hause zu kommen. Sie hat viel mit Beobachten und Staunen und vor allem mit einer intensiven Beschäftigung mit dem Motiv vorab zu tun. Entwickeln Sie Gelassenheit, ohne sich unter Erfolgsdruck zu setzen, denn kein Bild lässt sich erzwingen.

Bei mir war und ist es immer noch so, dass mich die Werke von anderen Fotografen inspirieren und zur Nachahmung ermutigen. Daher möchte auch ich Ihnen nun gern einige Tricks und Kniffe verraten, wie ich in der Umsetzung einer Bildidee vorgegangen bin. Gern würde ich Sie auch davor bewahren, vor Enttäuschung und Wut bei einem Misserfolg Ihre Ausrüstung in einem Teich zu versenken. Genau das habe ich nämlich selber in meiner Anfangszeit als Fotograf gemacht, als nach fünf Stunden Warten endlich „mein“ Eisvogel kam und ich vor Aufregung die Aufnahme verwackelte.

In der Naturfotografie gibt es keine Garantie für Erfolg. Mit den Jahren gehe ich jedoch mit Misserfolgen gelassener um. Ein gezieltes und planvolles Vorgehen erhöht die Chancen für eine gute Aufnahme jedoch. „Da haben Sie aber Glück gehabt!“ – wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Aber: Mit Zufall oder Glück haben gute Naturfotos nur in ganz wenigen Ausnahmefällen zu tun. In der Regel sind sie vielmehr das Ergebnis von guter Vorarbeit, Recherche, Artenkenntnis und einer durchdachten Strategie.

Ich weiß nicht, wie viele tausend Bilder ich pro Jahr mache. In der Bilanz bleiben jedoch nicht mehr als 20 bis 30 gültige Aufnahmen übrig. Bleiben Sie Ihren Bildern gegenüber selbst immer der größte Kritiker. Lernen Sie die Arbeiten anderer Fotografen zu schätzen und fragen Sie sich oder besser noch den Fotografen, wie er das gemacht hat.

Um ein Feedback zu Ihren Aufnahmen zu bekommen, sind Fotografentreffen sehr hilfreich: Nur über Bildkritik können Sie sich weiterentwickeln. Allein Zeit und Mühe für eine Aufnahme aufgebracht zu haben, ist kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist, ob es Ihnen gelungen ist, den einen Moment so einzufangen, dass der Betrachter sich emotional beteiligt und angesprochen fühlt. Eine gültige Aufnahme zeichnet sich dadurch aus, dass sie technisch perfekt ist und eine Geschichte erzählt.

„Ja – aber wo bleibt die Technik?“, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Auch wenn Ihnen die Fotoindustrie da etwas anderes vormachen möchte: Entscheidend ist das, was hinter der Kamera passiert. Dennoch kann ich Ihnen ein paar Grundlagen nicht ersparen. Sie erfahren im Kapitel „Die Ausrüstung“ etwas zu den gängigen Kameramodellen und Objektiven für unterschiedliche Einsatzbereiche sowie zu den notwendigen Hilfsmitteln für Landschafts-, Makro-und Telefotografie. Wie Kamera und Objektiv arbeiten und welche Einstellungen Sie wählen sollten, lesen Sie im Kapitel „Einstellungen an Kamera und Objektiv“.

Damit Sie Ihre Motive gültig auf den Kamerachip bannen können, verrate ich Ihnen in „Tipps und Tricks“ das eine oder andere Geheimnis für die Landschafts-, Makro- und Telefotografie. Mit Hinweisen zu Kameraeinstellungen und Bildgestaltung steht Ihrer ersten Fotoexpedition dann nichts mehr im Wege.

Da Ihre Kamera – leider – noch kein fertiges perfektes Bild liefern wird, erfahren Sie im Kapitel „Bildbearbeitung“, was notwendigerweise nach der Fototour ansteht, aber da ich wie Sie lieber draußen bin, werde ich mich dort auf das Wichtigste beschränken.

Das eigentliche Kernstück dieses Buches bildet jedoch der Workshopteil: Anhand von Bildbeispielen erläutere ich Ihnen Stück für Stück, wie Sie mit eigenen Mitteln gute Aufnahmen machen können.

In diesem Sinne – gut Licht!

Ihr

Thomas Kaiser

DIE AUSRÜSTUNG

Welche Kamera eignet sich am besten für die Naturfotografie? Mit welchen Objektiven erziele ich die besten Ergebnisse? Und was brauche ich noch, damit mir das perfekte Bild gelingt? Diese und weitere Fragen beantwortet das folgende Kapitel.

Die Kamera

Sie stehen noch vor der Kaufentscheidung und wälzen Fotozeitschriften und Tests? Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Alle Kameras jenseits der zwölf Megapixel, also zwölf Millionen Bildpunkte, sind bestens geeignet. Damit können Sie Abzüge im Format 60 x 90 cm machen lassen, Ihre Bilder in einer Fotozeitschrift gedruckt sehen, in einer Beamer-Präsentation zeigen oder im Internet präsentieren.

In der Praxis sind die Qualitätsunterschiede für unsere Zwecke unbedeutend: Ob spiegellose Micro-Four-Thirds-Kamera, Kamera mit APS-C-Sensor oder Vollformat-Kamera: Jede hat Vor- und Nachteile in der Anwendung, nicht jedoch wesentlich in der Bildqualität.

Die Micro-Four-Thirds-Kamera ist extrem leicht und handlich bei einer (noch) eingeschränkten Objektivpalette. APS-C-Kameras haben im Telebereich den Vorteil, dass durch den im Vergleich zum Vollformat kleineren Chip eine etwa 1,5-fache Verlängerung der Brennweite entsteht. Das bedeutet, ein Vollformat-200-mm-Objektiv wirkt sich bei einer APS-C-Kamera wie eine Brennweite von 300 mm aus.

Bei Vollformat-Kameras verhält sich das gerade umgekehrt: Ein 20-mm-Weitwinkelobjektiv bleibt ein Weitwinkel und mutiert nicht zu einem 30-mm-Objektiv. Vollformat-Kameras sind für diejenigen interessant, die noch Objektive aus analogen Zeiten haben, sie sind jedoch wegen des größeren Sensors auch unhandlicher und schwerer.

Sensorgrößen:
Vollformat:24 mm x 36 mm (ursprüngliches Kleinbildformat)
APS-C:22,5 mm x 15,0 mm
Micro Four Thirds:17,31 mm x 12,08 mm

Aus meiner Sicht viel wichtiger als das Kameraformat und die Kameramarke ist die Frage „Welche Objektivpalette steht mir zur Verfügung?“

Das Objektiv

Welche Objektive Sie wirklich brauchen, hängt von Ihrem Anwendungsgebiet ab. Im Wesentlichen gibt es zwei Objektivtypen: das Zoomobjektiv und die Festbrennweite. Da in Zooms viel mehr Linsen verbaut werden müssen, sind diese nicht so licht- und leistungsstark wie Festbrennweiten. Dafür sind Sie mit einem Zoom-Objektiv flexibler in der Festlegung des Bildausschnitts.

Für die Landschaftsfotografie kommen Sie mit zwei Zoomobjektiven aus, die eine Brennweite von 24–120 mm und 80–200 mm abdecken. Ich persönlich arbeite bei Landschaftsaufnahmen gerne mit langen Brennweiten.

Für die Makrofotografie werden spezielle Objektive entwickelt, die den Abbildungsmaßstab von 1:1 abdecken. Sie werden mit Brennweiten von 50 mm bis 200 mm angeboten. Die längere Brennweite hat den Vorteil, dass Sie Ihrem Motiv nicht so nah auf den Pelz rücken müssen und interessantere Perspektiven bekommen. Größere Brennweiten haben auch die Eigenschaft, Hintergründe besser unscharf aufzulösen. Für die kürzere Brennweite spricht, dass diese Objektive in der Regel lichtstärker und auch leichter und kleiner sind.

Für sehr kleine Motive, wo der Maßstab 1:1 nicht mehr reicht, gibt es kein Angebot von der Stange. Ich behelfe mich mit einem Balgengerät und einem 50-mm-Objektiv aus einem Fotovergrößerer, den ich in Retrostellung mittels Adapter anschraube. Das ist eine kostengünstige Lösung und erlaubt Aufnahmen bis 1:10. Lassen Sie sich dazu im Fachhandel oder im Internet beraten. Bildbeispiele mit Balgengerät werde ich Ihnen später im Workshopteil zeigen.

Für die Tierfotografie benötigen Sie eine lange Brennweite. 400 mm bis 500 mm sind dafür ausreichend. Wenn Sie sich für eine Kamera im APS-C-Format entscheiden, reicht Ihnen dank des Verlängerungsfaktors von 1,5 (gilt bei Nikon-Kameras; für Kameras von Canon beträgt der Crop-Faktor 1,6) ein 300-mm-Objektiv (300 mm x 1,5 = 450 mm). Damit sind Sie gegenüber den Vollformat-Kamerabesitzern im Vorteil. Ein lichtstarkes 500-mm-Objektiv geht schon mal an die 10.000 €, aber ein sehr gutes 300-mm-Objektiv bekommen Sie für einen Bruchteil.

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Balgengerät und Otyektiv in Retrostellung für sehr kleine Motive

Die Anforderungen an die Abbildungsqualität und Lichtstärke sind im Telebereich recht hoch, daher rate ich Ihnen hier zur Festbrennweite. Je länger die Brennweite Ihres Teleobjektivs, desto besser? Ja und nein: Mit der sehr langen Brennweite von 600 mm (600 mm x 1,5 = 900 mm) sind Ihre Motive bei der gleichen Entfernung zum Motiv wie mit dem 300-mm-Objektiv doppelt so groß abgebildet. Gleichzeitig aber erhöht sich die Fehlerquote durch stärkere Verwacklungsgefahr und falschen Schärfefokus.

WENIGER IST MEHR

Je nach Ihren Vorlieben benötigen Sie natürlich nicht die ganze Objektivpalette. Konzentrieren Sie sich zunächst auf ein Anwendungsgebiet und machen Sie dort Ihre Erfahrungen. Ich wage mal zu behaupten, dass es ohnehin nur wenige Naturfotografen gibt, die alle Bereiche auf einem Niveau abdecken können.

Zubehör

Was Sie immer brauchen

In den seltensten Fällen kommen Sie mit dem PKW direkt an Ihren Fotoplatz. Ein kleiner leichter Fotorucksack ist unumgänglich. Eine kleine Isomatte für die Knie schützt gegen Feuchtigkeit und spitze Steine. Und auch wenn es sich komisch anhört: Nehmen Sie einen Dreibeinhocker und Verpflegung mit – bei bewegten Motiven kann sich die Sache hinziehen. Ob Sie sich spezielle Naturfotografenbekleidung anschaffen wollen, überlasse ich Ihnen. Der leicht martialische Anblick eines mit Tarnanzug und Ausrüstung bewaffneten Fotografen ist nicht jedermanns Sache.

Landschaftsfotografie

Um auch bei längeren Belichtungszeiten arbeiten zu können, braucht Ihre Kamera einen manuellen oder elektronischen Fernauslöser. Auch ein solides Stativ ist unumgänglich. Die erste Wahl sind Stative aus Karbon, denn sie sind leicht und schwingungsarm. Achten Sie darauf, dass es sich mindestens auf Ihre Augenhöhe ausziehen lässt. Auch sollten die Beine so verschränkbar sein, dass Sie in Bodennähe fotografieren können.

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Bei der Arbeit

Als Stativkopf kommt nur ein Kugelkopf in Frage. Je nach Hersteller sind diese mit einem Schnellwechselsystem ausgestattet. Eine Kupplung ist an der Kamera, manchmal auch am Objektiv, nämlich an der Stativschelle, montiert. Damit sind Sie schneller, und das lästige Geschraube entfällt. Bei manchen Landschaften bietet sich eine Panoramaaufnahme an. Dafür gibt es im Handel spezielle Aufsätze für Ihren Stativkopf.

Auch die Gegenlichtblende ist ein wichtiges Werkzeug für die Bildgestaltung. Sie sollte immer auf dem Objektiv sein.

Makrofotografie

Hier gehen wir sehr weit runter: Die meisten Motive erwarten uns im Bodenbereich. Bietet sich die Möglichkeit, einen Winkelsucher an den Sucher Ihrer Kamera anzuschrauben, ist das nicht verkehrt. Der Winkelsucher wird entweder aufgesteckt oder eingeschraubt und lenkt das Bild über einen Spiegel oder ein Prisma um, sodass Sie das Sucherbild bequem von der Seite oder von oben betrachten können.

Besitzt Ihre Kamera ein Klappdisplay, erfüllt dieses den Zweck genauso. Sie können aber natürlich auch selber ganz weit runtergehen – ich liege eigentlich ganz gern auf dem Boden, wenn es bequem genug ist.

Was die Stabilisierung der Ausrüstung angeht, brauchen wir eine andere Lösung als bei der Landschaftsfotografie: entweder ein spezielles Bodenstativ mit sehr kurzen Beinen oder – sehr effektiv und preiswert – einen Bohnensack. Es handelt sich dabei, wie der Name schon sagt, um einen Sack, meistens aus Leder, der mit trockenen Bohnen gefüllt ist. Den bekommen Sie im Fachhandel oder machen ihn selbst. Damit sind Sie flexibel, kommen wirklich tief runter, und Kamera und Stativ liegen erschütterungsfrei auf.

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Bodenstativ und Bohnensack leisten bei der Stabilisierung gute Hilfe

Für eine zusätzliche Ausleuchtung sorgen spezielle Aufhellfolien aus dem Fachhandel. Das Licht wird dabei von der Folie reflektiert und schafft eine gleichmäßige und farblich ansprechende Motivausleuchtung ohne Schatten. Ob Ihnen der Effekt gefällt, können Sie mal mit der Goldbeschichtung einer Räucherlachsverpackung ausprobieren. Schmeckt und funktioniert! Auch mit LED-Taschenlampen lassen sich hübsche Lichteffekte zaubern; einige Beispiele dazu finden Sie im Workshopteil.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt: „Warum nicht einfach einen Blitz verwenden?“ Ich persönlich arbeite lieber mit dem vorhandenen Licht und zusätzlichen Aufhellern, denn so kann ich die tatsächliche Bildwirkung und Lichtführung gleich im Sucher prüfen. Bei einem Blitzgerät sehe ich das Ergebnis erst nach der Aufnahme, außerdem wirkt Blitzlicht oft verfälschend.

Zur Vermeidung harter Schlagschatten verwenden Sie einen Durchlichtschirm. Der Fernauslöser ist auch hier ein Muss.

Telefotografie

Die Tragfähigkeit des Stativs und des Stativkopfes sollte auf das Gewicht Ihrer Ausrüstung abgestimmt sein. Beachten Sie dabei die Herstellerangaben. Ganz grundsätzlich bietet auch hier ein Karbonstativ Vorteile. Kugelkopf ist obligatorisch.

In Mitteleuropa haben alle Wildtiere eine große Fluchtdistanz. Um einen Vogel in der Größe einer Amsel ansprechend aufs Bild zu bekommen, müssen Sie bei einem 400-mm-Teleobjektiv bis auf fünf Meter an Ihr Motiv ran. Das macht kein Vogel mit. Also: Besorgen Sie sich ein Tarnversteck. Das bekommen Sie bereits für unter 100 €. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihr Versteck neben dem „Objektivtunnel“, also der Öffnung, durch die Sie Ihre Optik schieben, auch über ausreichend Beobachtungsschlitze verfügt. Auch einen Ausgang für das vordere Stativbein sollte es haben.

HAUPTSACHE UNAUFFÄLLIG

Kleine Tarnverstecke in Wurfzelt-Technik sind unauffälliger in der Landschaft, bieten jedoch nur Platz für eine Person. Ob Camouflage oder Grün, scheint meiner Erfahrung nach den Tieren egal zu sein.

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Ein-Personen-Tarnzelt in Wurfzelt-Technik mit Objjektivtunnel

EINSTELUNGEN AN KAMERA UND OBJEKTIV

Ihre Kamera verfügt über viele Rädchen und Knöpfe, ist vollgepackt mit Technik und hat unzählige Einstellmöglichkeiten. Die gute Nachricht: Davon brauchen Sie zunächst nur ein paar wenige zu beherrschen! Im Folgenden erfahren Sie, worauf es grundsätzlich ankommt: Blende, Verschlusszeit, Schärfepunkt und ISO-Wert.

Blende

Die Blende regelt die Schärfe eines Bildes. Ist sie weit geöffnet, fällt viel Licht auf den Sensor, ist sie geschlossen, fällt wenig Licht darauf.

Bei jedem Bild gibt es einen Schärfebereich. Dieser Bereich bestimmt, was scharf abgebildet wird und was unscharf. Ist die Blende offen, ist der Schärfebereich rund um den fokussierten Punkt klein; ist sie geschlossen, wird er größer.

Verschlusszeit

Die Verschlusszeit regelt, wie lange Licht auf den Sensor fällt. Wir brauchen in der Naturfotografie zwei Einstellungen: die Zeitautomatik (A oder AV) und die manuelle Einstellung (M).

Zeitautomatik

Bei der Zeitautomatik brauchen wir uns nicht weiter zu kümmern: Die Kamera sucht zur Einstellung der Blende automatisch die korrekte Belichtungszeit. Hier gilt: Je kleiner die Blende, umso länger die Belichtungszeit. Verschlusszeiten unter 1/60 sec werden Sie ohne Stativ und Fernauslösekabel wahrscheinlich verwackeln. Nützlich ist hier die Spiegelvorauslösung (gilt nicht für spiegellose Kameras), die den sogenannten Spiegelschlag vermeidet, indem der Spiegel vor der eigentlichen Aufnahme hochgeklappt wird. Die meisten höherwertigen Spiegelreflexkameras verfügen über eine solche Technik.

BELICHTUNGSSERIEN

Hat Ihre Kamera eine Funktion für Belichtungsserien (auch Bracketing genannt), sollten Sie diese unbedingt nutzen. Stellen Sie dabei auf mindestens drei Blenden Unterschied ein. Ihre Kamera macht nun drei verschiedene Bilder, z. B. ein Bild mit 1/8 sec, 1/16 sec und 1/30 sec.

Überprüfen Sie nun im Display auf dem Histogramm (das im Display angezeigte Bild ist viel zu ungenau), wie die hellen und dunklen Bildwerte verteilt sind. Das Histogramm bildet die Verteilung der dunklen bis hellen Tonwerte der Aufnahme als Kurve ab: Rechts sind die hellen, links die dunklen Werte. Belichten Sie immer nach rechts im hellen Tonwertbereich. Ein Bild später dunkler zu bearbeiten ist kein Problem, heller zu bearbeiten schon, denn da entsteht hässliches Bildrauschen, das heißt, das Bild erscheint körnig.

Manuelle Belichtung

Mit manueller Belichtung (M) arbeiten wir in extremen Lichtsituationen. Das kann Gegenlicht sein, die blaue Stunde oder Nachtaufnahmen mit Sternenhimmel. Unsere Blendeneinstellung bleibt. Bei der manuellen Einstellung für extreme Lichtsituationen tasten wir uns zunächst an die korrekte Belichtungszeit ran: Wenn Sie den Auslöser halb durchdrücken, um zu fokussieren, misst Ihre Kamera das einfallende Licht bzw. die Helligkeit. Im Sucher sehen Sie am unteren Rand einen Balken, an dem Zahlen stehen. Sie drehen nun so lange am Zeiteinstellungsrad, bis der Balken von Blende und Zeit übereinstimmt, also auf 0 steht. Sehen Sie am besten in der Anleitung Ihrer Kamera nach, wie dieser Belichtungsmesser bei Ihnen angezeigt wird.

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Im Histogramm prüfen Sie die Verteilung der hellen und dunklen Bildwerte

Wir machen nun eine Probeaufnahme und überprüfen im Histogramm, wie die Tonwerte verteilt sind. Je nach Anzeige stellen wir nun eine kürzere oder längere Verschlusszeit ein. Die manuelle Belichtung ist notwendig, da der Belichtungsmesser selbst in der teuersten und modernsten Kamera im Grunde dumm ist: Er kann nur hell und dunkel unterscheiden. Sind die Unterschiede von hellen und dunklen Bildbereichen zu groß, versagt er kläglich.

Schärfepunkt

Bei einem abgeblendeten Objektiv liegt die Bildschärfe ein Drittel vor und zwei Drittel hinter dem scharfgestellten Bereich. Diese Gesetzmäßigkeit müssen Sie bei allen Anwendungsbereichen beachten. Haben Sie beispielsweise Bäume im Vordergrund und einen Berg im Hintergrund, fokussieren Sie die Bäume, nicht den Berg!

ISO-Wert

Der ISO-Wert bestimmt, auf welche Lichtempfindlichkeit der Sensor eingestellt werden soll. Je höher, also empfindlicher der ISO-Wert eingestellt ist, desto mehr „rauscht“ das Bild, das heißt, es wirkt etwas unschärfer. Versuchen Sie daher, den ISO-Wert so niedrig wie möglich zu halten.

Bildformat

Zuerst müssen Sie sich die Frage stellen, was Sie mit Ihrem Werk nach der Aufnahme machen wollen. Wenn Sie damit zufrieden sind, wie die Kamera Ihr Bild in Sachen Schärfe, Brillanz und Farben entwickelt, können Sie den nächsten Absatz überspringen. Wenn nicht, müssen wir uns kurz über das Bildformat unterhalten.

Ihre Kamera macht, wenn Sie ihr keine andere Einstellung vorgeben, ein JPEG-Bild. Ein JPEG-Bild ist eine quasi fertige Aufnahme, bei der die Bildinformationen komprimiert werden. Alle nachträglichen Veränderungen in einem Bildbearbeitungsprogramm führen zu einer Verschlechterung der Aufnahme. Wenn Sie dies nicht akzeptieren wollen, müssen Sie im RAW-Format fotografieren. Dabei handelt es sich um das Rohbild, das unbearbeitete „digitale Negativ“.

Nur das RAW-Bild enthält alle aufgenommenen Bildinformationen! Erst nach der Bearbeitung in einem RAW-Konverter oder RAW-Bildbearbeitungsprogramm wandeln Sie Ihre Aufnahme in ein JPEGoder TIFF-Formatbild um. Mehr dazu im Kapitel „Bildbearbeitung“.

TIPS UND TRICKS

Die drei Bereiche der Naturfotografie umfassen Landschafts-, Makro- und Telefotografie. Wie Sie für jedes Gebiet jeweils das Beste aus Ihrer Kamera herausholen, welche Tricks es gibt, Spannung in Ihrem Bild zu erzeugen, und welche Regeln generell bei der Naturfotografie gelten, erfahren Sie im folgenden Kapitel.

Landschaftsfotografie

Kameraeinstellungen

Eine Landschaftsaufnahme lebt von ihrer Tiefenwirkung, egal ob Sie eine kleine oder größere Brennweite wählen. Das heißt, das Bild sollte von vorn bis hinten scharf sein, also eine große Schärfentiefe haben. Um diesen Effekt zu erzielen, wählen Sie an Ihrem Objektiv eine relativ geschlossene Blende, also etwa Blende 8 (f/8) bzw. Blende 11 (f/11).

Ihr Objektiv geht sogar bis Blende 22 (f/22)? Ja, aber: Bei zu starkem Abblenden tritt der Effekt der sogenannten Beugungsunschärfe auf. Im Ergebnis leidet die Schärfe Ihrer Aufnahme. Das Ganze ist höhere Physik und müssen Sie nicht verstehen. Als ungefähre Regel sollten Sie bei einer Kamera mit kleinem Sensor (Micro Four Thirds und APS-C) daher nicht weiter als auf Blende 8, bei einer Vollformat-Kamera nicht weiter als auf Blende 11 abblenden.

Bei unserer Landschaftsaufnahme kommt es aber auf jedes Bilddetail an. Da unsere Ausrüstung auf einem Stativ steht, arbeiten wir mit der optimalen ISO-Einstellung, also einem niedrigen Wert um etwa 100.

Bildgestaltung

Sie stehen vor einer wunderschönen Landschaft. Da Sie möglichst viel davon aufs Bild bekommen möchten, fällt Ihre Wahl auf ein Weitwinkelobjektiv. Zuhause angekommen betrachten Sie Ihre Aufnahme zum ersten Mal auf einem großen Bildschirm. Die Aufnahme ist scharf, richtig belichtet und auch die Lichtstimmung war ansprechend. Trotzdem will sich nicht so richtig Begeisterung einstellen. Irgendwie war Ihr Landschaftseindruck vor Ort intensiver. Was ist geschehen?

Der Blick des Betrachters findet keinen Punkt, an dem er verweilen kann. Das Blickfeld des Weitwinkels produziert zu viele und vor allem zu kleine Details. Jede Landschaft lebt von ihren ganz eigenen Strukturen und Linien. Dieses Wesen der Landschaft müssen Sie entdecken und gezielt als Ausschnitt herausarbeiten. Das kann eine markante Hügelkette, eine Baumgruppe oder eine Licht-Schatten-Struktur sein. Nutzen Sie daher lieber Ihr Zoom- oder Teleobjektiv.

Das Weitwinkel kommt zum Einsatz, wenn Sie ein interessantes Motiv im Vordergrund herausstellen wollen und die Landschaft im Hintergrund den Rahmen dazu bieten soll. Das kann eine Wurzel, eine Pflanze oder ein Baum sein. Bei dramatischen Wolkenformationen als zentrales Bildelement ist das Weitwinkel ebenfalls die erste Wahl.

Egal ob nun Zoom oder Weitwinkel, achten Sie auf jeden Fall darauf, dass sich weder Hauptmotiv noch Horizont in der Bildmitte befinden. Mit der Faustregel „ein Drittel zu zwei Drittel“ lässt sich das Bild meistens gut gestalten. Ein Display, auf dem sich Gitterlinien einblenden lassen, ist bei der Bildgestaltung hilfreich.

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Landschaft ohne Verweilpunkt

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Landschaft mit Verweilpunkt durch Bäume im Vordergrund

NICHT OHNE STATIV

Auch wenn vielleicht keine Verwacklungsgefahr besteht: Bildgestaltung beginnt mit der Benutzung eines Stativs!

Das beste Licht

Das beste Licht haben Sie zwei Stunden vor und nach Sonnenauf-und -untergang. Spätvormittags und am Nachmittag können Sie Ihre Kamera zu Hause lassen! Ausnahmen sind bedeckte Tage und Tage mit Wolken und Lichtdurchlässen.

Wann immer möglich gehen Sie ins Gegenlicht! Gegenlichtaufnahmen fördern die räumliche Tiefe und sorgen für eine faszinierende Licht-Schatten-Wirkung.

Makrofotografie

Kameraeinstellungen

Die grundsätzlichen Hinweise zu Verschlusszeiten, korrekter Belichtung, ISO-Einstellungen und Schärfepunkt gelten natürlich auch für die Makrofotografie. Statt Stativ können Sie den schon angesprochen Bohnensack benutzen.

Zentrales Werkzeug in der Makrofotografie ist das Spiel mit der Blende. Im Unterschied zur Landschaftsfotografie wollen wir den Effekt eines von vorne bis hinten scharfen Bildes eben genau nicht haben. Lediglich unser Motiv soll scharf sein und sich schön vor einem unscharfen und ruhigen Hintergrund abheben. Dazu wählen wir eine möglichst offene Blende. Nehmen wir an, Sie haben ein 2.8/105-mm-Makro-Objektiv. Blenden Sie nun auf maximal Blende 4 (f/4) bis 5.6 (f/5.6) ab. Wenn Ihre Kamera eine Abblendtaste besitzt, können Sie die tatsächlich eingestellte Blende sichtbar machen und die Tiefenschärfe beurteilen. Drücken Sie die Taste und überprüfen Sie, ob Ihr Motiv scharf ist und der Hintergrund ruhig und verschwommen bleibt.

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Abgeblendet mit unruhigem Hintergrund

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Offene Blende mit ruhigem Hintergrund

Der Kardinalfehler vieler Makrofotos liegt darin, dass zu weit abgeblendet wurde. Klar ist die Orchidee bei Blende 11 (f/11) von vorne bis hinten scharf. Jedoch ist der Hintergrund ebenfalls scharf, und das führt zu einem sehr unruhigen Gesamteindruck und lenkt den Betrachter vom Motiv ab. Fokussieren Sie daher exakt! Bei einer guten Falteraufnahme etwa müssen der Kopf und alle Flügelteile in der Schärfeebene liegen.

Auch bei der Makrofotografie ist die Zeitautomatik (A oder AV) unsere erste Wahl: Die Kamera sucht uns die passende Verschlusszeit.

Da draußen nie wirklich Windstille herrscht, sollten Sie trotz Stativ oder Bohnensack möglichst kurze Verschlusszeiten anstreben. Notfalls arbeiten Sie mit einer höheren ISO-Einstellung. Gehen Sie dabei aber behutsam vor. Eine Aufnahme bei ISO 1600 hat einfach nicht mehr die feinen Details wie bei ISO 100.

Bildgestaltung

Makrofotografie ist besonders bei Einsteigern ein beliebtes Genre in der Naturfotografie. Dafür mag der Effekt, Kleines ganz groß abbilden zu können, verantwortlich sein. Dies allein macht jedoch noch lange kein gutes Makrofoto aus. Achten Sie daher bei der Bildgestaltung darauf, Ihr Hauptmotiv nicht mittig abzubilden. Lassen Sie etwa Ihrem Schmetterling Raum in Blickrichtung.

Damit alles Wichtige in einer Schärfeebene liegt, muss die Kamera absolut parallel zu der Fläche positioniert werden, die Sie fokussieren. Dies gelingt Ihnen am besten mit Einsatz eines Stativs oder Bohnensacks. Bei Amphibien oder Reptilien etwa fokussieren Sie auf das Auge. Nur wenn dieses scharf ist, wirkt auch das Gesamtbild scharf.

UNGEWÖHNLICHE PERSPEKTIVEN

Versuchen Sie ungewöhnliche Perspektiven. Legen Sie sich flach auf dem Boden oder versuchen Sie gar unter das Motiv zu kommen. In den seltensten Fällen wird die Perspektive von oben die gültige sein.

Das beste Licht

Nutzen Sie das frühe Licht des Morgens und das späte Licht des Abends. Gehen Sie, wann immer möglich, ins Gegenlicht. Bei Aufnahmen in der Mittagszeit nutzen Sie zur Vermeidung harter Schlagschatten einen Durchlichtschirm.

Bevor Sie losziehen

Beschäftigen Sie sich schon in der Vorbereitung mit Vorkommen und Lebensweise Ihres Motivs. Reptilien etwa sind tagsüber aktiv und meist zur Jagd unterwegs. Am Morgen und Abend nehmen sie gerne ein Sonnenbad. Wenn Sie diese Plätze finden, sind schöne Aufnahmen möglich.

Die Insektenjagd an sonnigen heißen Tagen mag ein gutes Fitnessprogramm sein, aber schöne Aufnahmen werden da selten entstehen. Nutzen Sie kühle und regnerische Tage oder die Zeit vor Sonnenaufgang. Insekten verharren dann in Bewegungsstarre und Sie haben Zeit, Ihre Aufnahme bewusst zu gestalten.

Nehmen Sie sich in der fotografischen Umsetzung nicht zu viel an einem Tag vor. Wenn Sie mit einer gültigen Aufnahme belohnt werden, dürfen Sie zufrieden sein.

Telefotografie

Auch bei der Telefotografie gelten die grundsätzlichen Hinweise, die Sie im Kapitel „Einstellungen an Kamera und Objektiv“ gelesen haben.

Kameraeinstellungen

Sie ahnen es schon: Natürlich wählen Sie eine offene Blende. Wenn Sie nicht gerade stolzer Besitzer eines Teleobjektivs in der Preislage eines Mittelklassewagens sind, wird dies 4 (f/4) bis 5.6 (f/5.6) sein. Unser Tier wird scharf und der Hintergrund ruhig und gleichmäßig.

Wir geben die Blende vor, den Rest erledigt die Kamera mit Zeitautomatik (A oder AV). Aber der Teufel steckt im Detail. Teleobjektive sind lang und schwer. Für scharfe Bilder müssen Sie die Verwacklungsgefahr mit möglichst kurzen Verschlusszeiten kompensieren. Im Unterschied zur Landschaftsfotografie (und bedingt zur Makrofotografie), wo uns Motivbewegungen nicht in dem Maße interessieren, sind diese bei Vögeln und Säugetieren durchaus relevant. Wenn Ihr Fuchs nicht gerade vor Ihrer Nase einschläft, haben Sie für ein gültiges Bild oftmals nur die Möglichkeit einer einzigen Auslösung!

Bedingt durch die lange Brennweite und die offene Blende beträgt der Tiefenschärfebereich nur wenige Millimeter. Sie müssen also sehr genau arbeiten. Scharf gestellt wird – wie in der Makrofotografie – immer das Auge des Tieres! Nur dann wirkt die Aufnahme für den Betrachter scharf, auch dann, wenn alle anderen Körperteile im Unschärfebereich liegen sollten.

In der Regel wird für die Fotografie von Vögeln und Säugetieren das Teleobjektiv zum Einsatz kommen. Je länger die Brennweite, umso besser? Nicht unbedingt: Ein 600-mm-Objektiv kann zwar bei gleichem Aufnahmeabstand das Motiv doppelt so groß abbilden wie ein 300-mm-Objektiv, aber: Je größer die Brennweite, umso schwerer und unhandlicher das Equipment und umso kleiner die Tiefenschärfe. Zudem steigt die Verwacklungsgefahr durch den Spiegelschlag selbst bei Verwendung eines schweren Stativs. Spiegellose Kamerasysteme sind da klar im Vorteil. Und nicht zuletzt wird die Brennweite auch von Ihrem Budget abhängen.

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Das Auge ist unscharf – die ganze Aufnahme wirkt unscharf

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Das Auge ist scharf – die ganze Aufnahme wirkt scharf

Bildgestaltung

Bei der Telefotografie gilt das Gleiche wie bei der Makrofotografie: Bilden Sie Ihr Hauptmotiv nicht mittig ab, lassen Sie dem Tier Raum in Blickrichtung und achten Sie darauf, dass alles Wichtige in einer Schärfeebene liegt.

Auf der Pirsch

„Man muss vor den Tieren da sein.“ So einfach und prägnant formulierte es einmal der verstorbene bekannte Naturfotograf Fritz Pölking. Er meinte damit unter anderem die Vorstellung, Naturfotografen würden mit einem langen Teleobjektiv bewaffnet durch den Wald pirschen.

Details

Seiten
ISBN (ePUB)
9783869104010
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2017 (Februar)
Schlagworte
Pflanzen Natur Landschaft scheue Tiere Anfänger Ausrüstung Perspektive Einstieg Tier-Fotografie Fotografie-Ratgeber

Autor

  • Thomas Kaiser (Autor:in)

Thomas Kaiser beschäftigt sich seit über 25 Jahren intensiv mit der Naturfotografie und ist Mitglied in der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT). Er veröffentlichte mehrere Bildbände über verschiedene deutsche Landschaften – auch ein Ergebnis seiner Vorliebe, „vor der Haustür“ zu fotografieren. Für diesen Ratgeber hat er tief in die Schatzkiste gegriffen und die besten Tipps und Tricks für richtig gute Naturfotos ausgepackt.
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Titel: Der Start in die Naturfotografie